Öko hin, Öko her – Bsp. Feldhecke

November 27, 2008
dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke


dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke


dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke


dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke


Diese Feldhecke an der „Alten Fuchshainer Straße“ (gemeint ist damit ein jetziger Feldweg, einst Verbindung zwischen Köhra und Fuchshain) ist, unter anderem, Lebensraum für Nachtigall und Neuntöter. Nur gibt es mit der Feldhecke ein Problem: sie wächst am Rand eines Feldes (auf welchem, in diesem Fall, ökologischer Anbau betrieben wird). Das Feld wird in gutem Amtsdeutsch auch Grund und Boden genannt. Dieser Grund und Boden hat einen Besitzer (Herrn X) und einen Pächter (die Agrargenossenschaft). Der Grund und Boden des Herrn X reicht bis unmittelbar an den Feldweg, und wird bis an diese Grund und Boden-Grenze heran verpachtet. Die Agrargenossenschaft, als Pächter, zahlt demnach auch bis zum Verlauf der Grund und Boden-Grenze – und zwar harte Euronen. Aber! Wie auf den Bildern zu erkennen ist, steht da auf dem Feld, also innerhalb der zu bezahlenden Grund und Boden-Grenze, noch etwas – diese Feldhecke: Ökosystem, Erosionsschutz, Vogelgezwitscher, im Frühjahr herrlich duftende Blüten. Nur! Warum soll der Bauer dafür harte Euronen zahlen? Da, wo die Vögel zwitschern ist nun mal kein Platz für Feldfrüchte, um mit dem aus ihnen resultierenden Ertrag auch die Pacht für diesen Boden bezahlen zu können. Konsequenz: Kettensäge, ein Teil der Hecke muss weg. Die Nachtigall hat ja eh nicht gesehen wer es war, die treibt sich in Afrika rum.
Ökologischer Anbau hin, ökologisches System weg. Der Bauer meint, wenn die EU ihm den Ertragsausfall für den verloren gegangenen Boden bezahlen würde, würde er die Hecke stehen lassen, ist sowieso unangenehm in dem stachligen Gestrüpp mit der Kettensäge rum zu kriechen.
Der Naturfotograf meckert, weil das Ökosystem kaputt gemacht wurde.
Wäre noch interessant zu hören, was der Besitzer der Erde zu diesem Problem meint.

Am Ende hat aber nur einer mit den praktischen Konsequenzen zu leben, klein Nachtigall mit samt ihrem ungenehmigten Bau. Und da haben wir es schon! Denn diese Nachtigall oder ihr Bau erscheinen weder in der Statistik der Einwohnermeldestelle, noch im Grundbuch, noch im Pachtvertrag, womit sich die Frage nach dem administrativen Wohnrecht geklärt haben dürfte. Und sowieso, hat nicht jemand beobachtet wie im Frühjahr eine Gruppe illegaler Einwanderer mit Vogelfedern getarnt, aus einem afrikanischen Drittwelt-Land die Eu-Grenzen unerlaubt überschritten hat. Womit die Frage nach dem Aufenthaltsrecht in Deutschland (bei Naunhof) ja wohl entgültig geklärt sein dürfte.
Nun liest man ja aber in der Zeitung, und allerspätestens in der Bild-Zeitung, wie das so ist bei den Illegalen: sie suchen nach Schlupflöchern. Ein Informant, der hier ungenannt bleiben möchte, hat der Nachtigall einen Tipp gegeben, ein „letztes“ Schlupfloch sozusagen: der Umweg über Malta. Die Maltesen haben aber schon lange die Nase voll von den Eu-Abschiebehäftlingen und begegnen dem Problem auf ihre Weise.

Malta

Malta


Malta

Malta

Trotzdem konnte man nicht alle Eindringlinge stoppen!
Da es nun trotz Kontrolle an den EU-Außengrenzen und bunten maltesischen Bleikugeln einem harten Kern mit Federn beklebter Wilder gelang durch ein unterirdisches Höhlensystem der Sächsischen Schweiz nach Naunhof zu gelangen, gab sich die Behörde geschlagen und bot den illegalen Einwanderern ein gut bewachtes Auffanglager an.

Nistkästen/ Fledermauskästen vom Naturschutzinstitut Leipzig

Nistkästen/ Fledermauskästen vom Naturschutzinstitut Leipzig


Ausgleichsmaßnahme, dank NABU.

Yours sincerely
With due respect
Und i.V. des Herrn Sarka Smus


Besenreisig?

August 13, 2008
Neu ausgebaute Straßenkreuzung zwischen Fuchshain und Threna

Neu ausgebaute Straßenkreuzung zwischen Fuchshain und Threna

Im Frühling gepflanzt.

Im Frühling gepflanzt.

junges Totholz

junges Totholz

Damit die Kreuzung übersichtlich bleibt?

Damit die Kreuzung übersichtlich bleibt?

Zu Beginn dieses Jahres wurde diese ausgebaute Straßenkreuzung zwischen Fuchshain und Threna dem Straßenverkehr übergeben: größer, breiter, grauer, sicherer. Die Leiplanken verzeichnen bereits die ersten größeren Dellen.
Ob als ökologischer Ausgleich, einfach zur Verschönerung der Kreuzung oder sonstigem Grund, hinter den Leitplanken wurden eine Menge vertrockneter Bäume und Sträucher gepflanzt …


Ausgleich

April 26, 2008

jm1911

Als Ausgleichsmaßnahme für die zum Zwecke des Baues eines Radweges gefällten Bäume in einem Landschaftsschutzgebiet/ FFH-Gebiet, wurde ein Stück dieses Feldes, am Ortsausgang Richtung Großsteinberg, mit jungen Bäumen bepflanzt. Die Setzlinge findet man entlang des Bahndammes (auf dem Bild: hintere rechte Ecke des Feldes). Im Zentralorgan „Naunhofer Nachrichten“, wie es hier auch liebevoll genannt wird (u.a. findet man darin seit Wochen die Wahlwerbung nur einer Person), spricht man von einer Schließung des Waldringes.

Kahlschlag, Staatsforst

Kahlschlag, Staatsforst

Der Redakteur vergaß wohl aber zu erwähnen, dass ca. 30 Meter von der Aufforstung entfernt der Waldring zuvor erstmal „geöffnet“ wurde. In diesem Waldring findet man auch noch weitere Öffnungen.

karte_ nhf1


Radweg Naunhof-Ammelshain

November 18, 2007

Entlang der Straße von Naunhof nach Ammelshain soll ein Radweg gebaut werden. Zu diesem Zweck wurde ein entsprechender Streifen Wald eingeschlagen.

radweg

radweg02

Zum Ausbau der Landstraße fielen der Säge in den letzten Jahren schon eine entsprechende Zahl Bäume zum Opfer.

Damit wird ein weiteres Stück Natur in Naunhofs Umgebung dauerhaft zerstört und weiterer Boden versiegelt. Es handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiet.

jm2828

jm2829

Von der Autobahnbrücke Ammelshain her gesehen.

radweg03

radweg04

jm2876

jm2879

Warum werden Straßen so ausgebaut, dass sie zum Rasen geradezu provozieren? Jeder Straßenplaner und -bauer ist sich heutzutage über dieses Verhalten der Autofahrer bewusst – und dessen Folgen. Erfahrung dazu gibt es genug. Jahre später fällt es jenen dann auf, dass es auch noch andere Verkehrsteilnehmer gibt, welche sich durch das beschriebene Verhalten von Autofahrern in Folge stark gefährdet sehen. – Jene (Kinder, Rentner) werden dann vorgehalten, um den Bau einer weiteren Verkehrsfläche zu rechtfertigen.

Als Ausgleichsmaßnahme wurde die Stadt Naunhof verpflichtet, 5000 Quadratmeter Fläche zu bepflanzen.

Sich mit den Folgen von Fehlern und Unvermögen zu beschäftigen, anstelle mit den Ursachen, ist ein typisches Verhalten in unserer zivilisierten Welt.

Ich möchte dazu noch ergänzen, dass ich selbst ambitionierter Radfahrer bin und ein paar tausend Kilometer im Jahr auf meinem Velo verbringe. Auch aus dieser Sicht kann ich den Radweg nicht rechtfertigen. Die vorhandene Straße ist vollkommen ausreichend. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge wäre jedoch sinnvoll.

Nachtrag vom 23.03.08:

Im Bauamt behauptete man vor mir, dass der Radweg zwischen den Strommasten und der Straße gebaut werden würde. Der Streifen zum Wald hin könne demnach wieder nachwachsen. Fakt ist, wie man mittlerweile sehen kann, dass der Radweg zwischen Waldrand und Stromleitung gebaut wird.

radweg05


Parthenaue

Juli 22, 2007

Entlang der Parthe finden derzeit Arbeiten zur Aufwertung der Überschwemmungsfläche statt. Dabei wurden große Mengen Bauschutt und anderer Unrat aus dem Erdreich geborgen, welcher vermutlich im Rahmen der Flussbegradigung da entsorgt wurde. Die Aue wird in diesem Teilstück, hinter dem Ende der Parthenstraße,  insgesamt wieder eingeebnet, sodass sich der Fluss bei Hochwasser entsprechend ausbreiten kann.

Parthenaue, Naunhof

Parthenaue, Naunhof

Arbeiten zur Aufwertung der Überschwemmungsfläche der Parthe

jm1622

Erschließung des neuen Wohngebietes

Die Arbeiten finden als Ausgleichsmaßnahme für das sich derzeit in der Erschließung befindliche Wohngebiet „Brandiser Straße“ statt. Über 70 Eigenheime sollen hier entstehen. (In der nahen Großstadt Leipzig stehen derzeit 20.000 Wohnungen leer!)

 

Nachtrag: Die Aufwertung der Überschwemmungsfläche kann im Nachhinein leider nicht als solche erkannt werden, da der Boden, vor allem zum Ufer der Parthe hin, nicht tief genug abgetragen wurde. Entsprechend der Erfahrung durch das Hochwasser 2002, wird sich der Fluss nicht über dieses neugeschaffene Ufer hinweg ausbreiten können.

Ein weiterer Hintergrund diese Fläche entsprechend zu bearbeiten, war die Schaffung eines sogenannten „Hochzeitsgartens“. Frisch getraute Paare sollen hier, bei Interesse, einen Baum pflanzen.


Geplante Neuaufforstung

Juli 19, 2007

Entgegen früherer Pläne der Stadt Naunhof sind folgende Flächen nun nicht mehr zur Bebauung vorgesehen, sondern zur Neuaufforstung. Dies erfuhr ich vom Bauamt.

geplante Neuaufforstung

geplante Neuaufforstung

Feld am Ortsausgang Richtung Großsteinberg

geplante Neuaufforstung

geplante Neuaufforstung

Feld nördlich von Köhra

Hinzu kommt noch eine kleinere Fläche am Clade-Sportplatz.

Siehe auch im Flächennutzungsplan der Stadt Naunhof.

Nachtrag: Die Aufforstung an der Großsteinberger Straße erfolgt als auferlegte Ausgleichsmaßnahme für den Bau des Radweges in einem Landschaftsschutzgebiet.