About

Der Naunhofer Wald ist nicht mehr das, was er einmal war.
Das Eisenschwein war wieder da. Die machen den ganzen Bodenwuchs kaputt.
Darf denn jetzt jeder mit dem Auto im Wald rumfahren?
Im Wald sind mehr Autos als Menschen unterwegs.
Die holzen den ganzen Wald ab.
Die fahren doch auch mit dem Auto im Wald.
Meine Eltern kannten das Kasernengelände noch als schönen Wald.
Schauen Sie sich mal an, wie es am Bad aussieht!
Immer öfter bekomme ich derartige Kommentare von Leuten zu hören, denen eine gewisse Veränderung in der Naunhof (Muldentalkreis) umgebenden Natur nicht unbemerkt blieb. In diesem Blog möchte ich Hintergründe, Ursachen und Auswirkungen des menschlichen Einflusses auf seine umgebende Natur und Umwelt, anhand des Beispiels meiner Wohnstadt Naunhof in Sachsen dokumentieren. Dieser Ort als Auswahl für diese Dokumentation sei dabei nur als Beispiel zu betrachten. Veränderungen der Natur durch den Menschen finden weltweit statt. Da es aber naturbedingt am einfachsten und effektivsten ist, dort Dinge zu zeigen und zu bewegen wo man lebt, erscheint es mir nur recht und billig dies auch anhand dieses Umfeldes zu tun. Dass ich die Dinge kritisch sehe, ist hier vielen Menschen bestimmt schon aufgefallen. Insbesondere, wenn es in der Vergangenheit darum ging sogenannten Naturschützern (!?), als welche sich jene Personengruppe (Jäger) gern in der Öffentlichkeit zeigt, einmal den Spiegel vor das Gesicht zu halten.

Das es auch positives zu berichten geben wird, dazu wird man mir hoffentlich oft Gelegenheit geben. Auch viele beispielhafte, uneigennützige Projekte zum Wohle der Natur machen in und um Naunhof immer wieder Schlagzeilen.

Die Konzentration dieser Dokumentation soll auf ökologisch bezogenen Themen, die unmittelbare Auswirkung auf Natur und natürliche Umwelt darstellen, liegen, weniger auf wirtschaftlichen und sozialen.

Dieses Portal soll Dinge sichtbar machen, kritisieren und loben. – Und vielleicht dazu führen, dass wieder ein paar mehr Menschen die Natur als Lebensgrunglage anerkennen und entsprechend behandeln.

In wenigen Fällen wird auch überregional berichtet.

Viele Grüße und willkommen in diesem Blog

Jörg Müller

Pressetext:
„Mensch und Natur – Naunhof“ ist eine Eigeninitiative des freiberuflichen Fotografen Jörg Müller, welche die Entwicklung der natürlichen Umwelt in und um seiner Wohnstadt zum Thema hat. Denn der bauliche Aufschwung dieser Kleinstadt hinterließ während der letzten Jahren deutliche Spuren in den Ökosystemen.
Von Autobahnausbau, Überforstung, Jagdfrevel, Landschaftsverbrauch, Energieverschwendung, Bodenversieglung bis hin zu Flussregulierung mit entsprechenden Folgen für Natur und menschlicher Gesellschaft – ein großer Teil der Umweltprobleme, von denen die Weltpresse täglich berichtet, spielt sich hier vor unserer Haustür im Kleinen ab.
Als Plattform dieser Aktion dient der Weblog http://naunhof.wordpress.com, in welchem entsprechende Dinge verbildlicht und kommentiert werden – unabhängig und für jedermann zugänglich.

joerg

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Zur Betrachtung des Weblogs empfehle ich den Browser Mozilla Firefox.

Eine Antwort zu „About“

  1. Christopher Hocks sagt:

    Hallo Joerg,
    ich hoffe ich darf du sagen, denn ich ziehe diese freundschaftliche Anrede dem eher distanzierten Sie vor.
    Mein Name ist Christopher Hocks, ich lebe seit jeher in Naunhof und bin wohl derzeit der kleine rote Punkt aus dem suedlichen Afrika der dort auf deiner User-Landkarte auftaucht. Zwar sitze ich in Bloemfontein am Computer und nicht in Pretoria, wie es auf der Landkarte angezeigt wird, doch sind die Uni-Server hier verlinkt und es muesste sich eigentlich um meine haeufigen Besuche auf deiner Seite handeln. Ich bin in Bloemfontein seit fast einem halben Jahr und absolviere hier fuer mein Geologiestudium ein Praktikum. Da ich von Herz und Seele Naunhofer bin, daher doch sehr mit meiner Heimat verbunden bin und versucht habe mein Heimatstaedtchen nicht aus den Augen zu verlieren habe ich im Laufe der Zeit hier unten deine Seite im Internet gefunden und sie auch sehr schaetzen gelernt.
    Ich selber bin seit ueber 10 Jahren Hundehalter und schon seit jeher Naturliebhaber, so dass ich rund um Naunhof und auch in der weiteren Umgebung eigentlich jeden Tag in der Natur unterwegs bin und auch mir sind die in den letzten Jahren immer massiver werdenden Eingriffe in die Waldstuecke und die Natur rund um Naunhof aufgefallen und bitter aufgestossen. Z.T. fuehlte ich mich immer wieder richtig frustriert um nicht zu sagen mein Herz blutet beim Anblick der Schlachtorgien im Wald und aufgrund der immer weiter fortschreitenden Zerstoerung der Natur, gerade weil fast alle diese forstwirtschaftlichen Massnahmen in meinen Augen ueberhaupt nichts mit nachhaltiger Forstwirtschaft, so wie es von den Behoerden behauptet wird, zu tun haben. Man muss sich schon fragen welchen Bezug die Behoerden (Forstamt, Naturschutbehoerden usw.) und ihr Arbeitspersonal, aber auch Bauern (wie das letzte Bsp. der Eiche in Erdmannshain zeigt) ueberhaupt noch zur Natur haben, von der wir uns schliesslich alle ernaehren und die damit die Grundlage unserer Existenz bildet. Leider wird heutzutage einfach alles wirtschaftlichen Interessen untergeordnet und es muss aus der Natur das Maximum herausgepresst werden, egal welche Folgen das auch hat, getreu nach dem Motto nach uns die Sintflut. Naja, ziemlich polemisch aber was solls. Leider (das Woertchen Leider kommt bei mir ziemlich haeufig vor, laesst sich aber kaum vermeiden)kann man bei uns in Deutschland ja nicht mehr von urspruenglicher Natur reden, sondern nur noch von einer Kulturlandschaft deren wenige Schaetze, und dazu gehoert fuer mich auch der recht diverse und naturnahe Laubmischwald rund um Naunhof, doch besonderen Schutz erfahren sollten. Wir Deutschen massen uns an die Umweltzerstoerung in anderen Laendern anzuprangern, in unserer eigenen Natur aber fuehren wir die Suenden der Vergangenheit immer weiter fort, auf das wir auch durch das letzte Stueckchen Wald noch eine Strasse bauen oder wie in den letzten Jahren rund um Naunhof geschehen ganze Waelder in parkaehnliche Landschaften verwandeln. Aber Bsp. brauch ich dir ja wohl keine zu nennen.
    Forst- und Jagdbehoerden in Dt. verfolgen eine voellig ueberholte und vom oekologischen Standpunkt her einfach nicht zu vertretende Sicht eines angeblichen Naturschutzes, festgefahrenen Ansichten und Lehrmeinungen sitzen in den Koepfen der verantwortlichen Personen (Jaeger, Foerster) fest und koennen wohl schwerlich ueberwunden werden. Hinzu kommt das gesetzlich verankerte Naturschutzbestimmungen aus wirtschaftlichen und kapitalistischen Interessen haraus einfach ausgehebelt werden, wie du ja schon am Bsp. des Kahlschlags, der angeblich von den Forstbehoerden nicht angewendet werden darf, aber dann doch durch eine Reihe von Ausnahmeregelungen gestattet wird, gezeigt hast. Alles in allem recht scheinheilge Vorschriften und Gesetzgebungen um der Oeffentlichkeit und den vielen Menschen die nie einen Spaziergang im Wald unternehmen das Maerchen vom nachhaltigen Naturschutz zu sugerieren und uns alle mit dem wohlig-warmen Gefuehl zurueckzulassen, dass der Schutz der Natur doch im Vordergrung steht und alles noetige dafuer getan wird. Wenn man genauer hinsieht sind diese Naturschutzbestimmungen aber nicht mal das Papier wert auf dem sie geschrieben wurden.
    Gerade deshalb ist ein ehrenamtliches Engagement wie deines garnicht hoch genug zu bewerten, um den betreffenden Personen und vielleicht auch Behoerden einmal vor den Kopf zu stossen, ihnen den Spiegel vorzuhalten und auch mal andere Sichtweisen aufzuzeigen. Ich denke das hast du schon oft gehoert, aber auch ich moechte sagen weiter so und nicht locker lassen. Ich fliege nun in gut einer Woche zurueck in die Heimat und wuerde mich freuen wenn es mal zu einem persoenlichen Gespraech kommen wuerde, auch weis ich das es in Naunhof Leute gibt die aehnlich denken und die auch nicht gewillt sind sich den beschriebenen Naturfreffel immer weiter mit anzusehen, vielleicht besteht ja die Moeglichkeit dich in deinen Bemuehungen zu unterstuetzen, natuerlich ohne deine verdienten Lorbeeren abgreifen zu wollen. Ich hoffe ich habe mit meinen persoenlichen Ansichten nicht uebertrieben und mich auch nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt.

    mit freundlichen Gruessen aus dem fernen Afrika, aber im Geiste doch irendwie zu Hause Christopher Hocks

    Grüße ins südliche Afrika!
    Und bis bald in Naunhof. Denke schon, dass man sich treffen kann.
    Jörg

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