Angesichts der aktuellen, absurd erscheinenden Situation um die havarierten Kernreaktoren in Japan stellen sich mir mittlerweile folgende Fragen:
- Wann nimmt man der Betreiberfirma Tepco endlich das Krisenmanagement aus der Hand?
- Wann beginnt die japanische Regierung zusammen mit der internationalen Gemeinschaft das Krisenmanagement auf ein realistisches Niveau anzuheben und entsprechend zu intensivieren?
- Wo sind, nach der Erfahrung von Tschernobyl und Harrisburg (Pennsylvania), die Notfallpläne für solche Szenarien?
- Wo, auf diesem Planeten, verkriechen sich die Atomexperten und warum sind diese nicht in Japan aktiv? Gibt es eventuell keine kompetenten Fachleute? Was machen die Nuklearexperten der UNO?
- Wieso wird die von Fukushima ausgehende Gefahr immer noch auf regionales Niveau heruntergespielt? Diesen Vorwurf möchte ich vor allem auch an die Meteorologen richten, die wohl von sich behaupten können, mit ihren Mitteln die Verbreitung von Radioaktivität längerfristig vorhersagen zu können!
- Wieso werden in einem reichen Land wie Japan die in Not geratenen Menschen nicht ausreichend mit Lebensmitteln und Trinkwasser versorgt? Nur weil viele Straßen in der betroffenen Region nicht passierbar sind, heißt dies doch nicht, dass man die Leute nicht über den Luftweg versorgen kann!!!
Aus meiner Sicht geht es in diesen Tagen immer noch weniger um die Zukunft der Atomenergie im Allgemeinen, als um die eskalierende Situation in Fukushima! Im Moment hilft der Situation in Japan weder eine (vermeintliche) Gesetzesnovellierung noch eine Anti-Kernkraft-Demo.


