Blind und Taub – und auf der Jagd

Zwei aktuelle Meldungen aus der Jagdszene.
Es war ein schöner Sonntag, letzte Woche. Ich war in der Umgebung von Leipzig eine Runde mit dem Rad drehen.
Auf dem Rückweg hatte ich noch eine etwas holprige Unterhaltung mit einem Jäger, nicht mehr ganz jung seines Zeichens. So konnte ich auch schon von weitem beobachten, dass er etwas Mühe hatte, um auf seinen Sitzbock zu gelangen. Mir kam bei seinem Anblick die Idee, ihn um ein Foto zu bitten. – Ich näherte mich ihm also, indem ich zunächst ca. 200 Meter frei übers Feld laufen musste, bekleidet in blau leuchtenden Sportsachen. Ich stand etwa einen Meter neben seinem Sitzbock und er hatte mich immer noch nicht mitbekommen – erst als ich ihn ansprach. Ein Sitzbock, also ohne Kasten herum und in knapp zwei Meter Sitzhöhe. Ich stellte mich ihm vor, und er stoppte mich gleich wieder in meinem Wortlaut, bat mich mein Anliegen zu wiederholen. „… Ich höre nämlich etwas schwer …“, war seine Begründung. Und so ging das die ganze Zeit: musste fast jeden zweiten Satz wiederholen. Sein Jeep stand vorn an der Straße. Ein Hörgerät habe ich nicht bemerkt. Er willigte aber in das Foto ein.
Er schien zwar keiner von den aggressiven gewesen zu sein, eher ein ruhiger, aber ihm gehört meiner Meinung nach aufgrund physischer Belange nicht nur der Jagderlaubnisschein, sondern auch der Führerschein entzogen.

jaeger

In einem zweiten Fall, aktuelle Jagdgeschehnisse betreffend, wurde hier in der Nähe ein Hund von einem Jäger erschossen. Der Schuss fiel aus 15 Meter Entfernung und im Beisein der Besitzer. Der Jäger verwechselte den Vierbeiner mit einem Fuchs. Mir entging leider die darüber stattfindende Diskussion in der Muldentaler Kreiszeitung/ LVZ.

Siehe auch Beiträge:
Die Ausübung der Jagd erfordert die physische Eignung …
71-jähriger Jäger von Häcksler erfasst

Zum Abschluss noch eine angenehme Nachricht: Die Bärlauchzeit beginnt!

2 Antworten zu Blind und Taub – und auf der Jagd

  1. Sarka Smus sagt:

    Hallo Herr Müller,
    folgende Kommentare brennen mir bei der Lektüre Ihres Beitrags auf der Brust:

    1.) bei Ihren Negativerfahrungen mit der hiesigen Jägerzunft glaube ich Ihnen nicht, daß Sie den im Artikel beschriebenen Mann einfach so “entdeckten – Sie sind schon in früheren Artikeln alten Männern “an die Wäsche gegangen”!

    2.) Dazu passen auch Ihre blau “leuchtenden” Sportsachen – jedes Kind kennt die Signalfarben: Gelb und Rot. So gesehen können Sie also nicht so geleuchtet haben, wie es Ihnen Ihre Selbstwahrnehmung anscheinend vorgegaukelt hat. Was meine Vermutung erhärtet,daß Sie sich gezielt in Gefahrensituationen begeben, um letzten Endes auf sich aufmerksam zu machen.

    3.) Wo ist denn nun das Foto, zu dem Sie den armen Mann angeblich schließlich überreden konnten?
    Das schafft Raum für Fragen …

    Und schließlich Punkt 4:
    Bei der Betrachtung Ihrer Seite ist mir letztens der Zähler aufegefallen – über 16.000 Besucher soll Ihre Seite angeblich bis jetzt haben.
    Da frag ich mich doch, ob das nicht nur Zufallstreffer sind, oder wo sind die vielschichtigen und differenzierten Kommentare zu Ihren Beiträgen????

    Wenn Sie da mal nicht selbst die Maus haben klicken lassen!!!

    MfG,
    Sarka Smus

  2. Keine Angst, das Bild kommt noch, habe nur auch anderes zu tun. WordPress gibt an, dass meine eigenen Besuche auf dieser Webseite nicht mitgezählt werden.

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