Die Wildschweinpopulation in Deutschland steigt, auch hier um Naunhof. Eine Konsequenz davon ist z.B. erhöhter Schaden für die Landwirtschaft. Und so mancher Zeitgenosse, ob auf der Pro- oder Kontra-Jagd-Seite, argumentiert: „Hausgemacht“.
Die Initiative Pro Jure Animalis hat in einem Flyer ein paar Argumente zusammengestellt, welche Ursachen für diese Situation nennen.

Verbotene Wildfütterung, Naunhof
So manches davon ist für jeden Ottonormalbürger hier im Naunhofer Forst nachvollziehbar.
Hier zur Webseite der Organisation.
Zum Thema Wildfütterung findet man auf der Webseite der LVZ einen aktuellen Artikel:

Januar 22, 2009 um 02:43
Der Flyer wiederholt immer wieder vorgebrachte Beschuldigungen, die durch ihre ständige Wiederholung nicht wahrer werden.
Klar ist: Definitiv gibt es auch unter den Jägern schwarze Schafe, gar keine Frage.
Dennoch kann man hieraus nicht die Rückschlüsse ziehen, wie es in dem Flyer gemacht wird.
Dass die Jäger die Wildschweine füttern, um die Population wachsen zu lassen ist schon deswegen wenig eingängig, weil überhöhte Wildschweinbestände zu immensen Wildschäden führen. Nun muss man dazu wissen, dass es in Deutschland fast schon zum Gewohnheitsrecht gehört (untechnisch gesprochen!), dass in dem Pachtvertrag, mit dem der Jäger das Jagdausübungsrecht pachtet, er zugleich die Verpflichtung übernimmt, Schadensersatz für den Wildschaden zu bezahlen. Die hierbei entstehenden Beträge sind horrend: Mehrere tausend Euro kommen schnell zusammen. Nicht zuletzt deswegen sind die Jäger die ersten, die unter zu hohen Wildschweinpopulationen zu leiden haben. Schon viele haben sich Wildschweine in ihrem Revier gewünscht und wäre sie noch viel lieber los, wenn sie denn erstmal da sind. Gerade deswegen finden sich immer weniger Jäger, die bereit sind, ein Revier mit hohen Abschusszahlen beim Schwarzwild überhaupt zu pachten. Nach den Behauptungen im Flyer müsste dies ja gerade umgekehrt sein.
Wenn dort weiter behauptet wird, der Pächter wolle auf der Jagd mit mehreren hundert Schützen nicht als der Dumme dastehen, wenn nicht genug Wildschweine geschossen werden, dann wird hier Ursache und Wirkung verkannt. Solch große Jagden macht niemand aus reinem Vergnügen. Allein die Zeit, die hierbei für die Organisation verwendet werden muss, nimmt kaum jemand freiwillig auf sich. Von den Kosten wiederum ganz zu schweigen. Die großen Drückjagden, oftmals revierübergreifend, gibt es in diesem Umfang und in dieser Häufigkeit erst seit dem Anstieg der Wildschweinpopulation. Sie sind nämlich ein probates Mittel, um eine hohe Zahl Sauen erlegen zu können. Vielerorts würde man ohne solche Jagden gar nicht mehr Herr über die Bestände werden. Wildschweine sind nachtaktiv, weshalb man sie fast ausschliesslich in den Mondphasen bejagen kann. Zieht man dann noch die Schonzeiten und die erfolglosen Ansitze ab, dann kann man sich ausmalen, wie selten überhaupt die Möglichkeit besteht, auf der Einzeljagd, die im übrigen dann permanenten Jagddruck für alles Wild bedeutet, ein Wildschwein zu erlegen. Drückjagden können da wesentlich effektiver sein.
Januar 22, 2009 um 14:17
Der Wildschden, den wir dieses Jahr zu bezahlen hatten, war sehr real!
Januar 23, 2009 um 17:32
Was hat das jetzt mit dem Thema „Jäger füttern Wildschweine“ zu tun. Dass Bussarde und Habichte wieder bejagt werden sollen, ist mir neu. Ausserdem weiß ich nicht, von welchen Wölfen sie sprechen. Mir ist lediglich ein Fall bekannt, indem Jäger einen Wolf erschossen haben. Dies taten sie aber aus einer falschen Überlegung heraus, da der Wolf verletzt war und wurden daher auch zu Recht bestraft.
Und natürlich wird man nicht gezwungen, ein Revier zu bestimmten Konditionen zu pachten. Allerdings hat man dann wie gezeigt selbst kein Interesse mehr an überhöhten Wildschweinbeständen, weshalb die These Blödsinn ist.
Sie werden grundsätzlich nicht aufgefordert Ihr Hobby überhaupt auszuüben!
Ansonsten möchte ich mit den wenigen angesprochenen Beispielen (Bussard-Jagd etc. ) die allgemeine Verantwortungslosigkeit der Jägerschaft ansprechen. Zu den Beispielen finden Sie entsprechende Beiträge im Blog.