
dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke

dezimierte Feldhecke
Diese Feldhecke an der „Alten Fuchshainer Straße“ (gemeint ist damit ein jetziger Feldweg, einst Verbindung zwischen Köhra und Fuchshain) ist, unter anderem, Lebensraum für Nachtigall und Neuntöter. Nur gibt es mit der Feldhecke ein Problem: sie wächst am Rand eines Feldes (auf welchem, in diesem Fall, ökologischer Anbau betrieben wird). Das Feld wird in gutem Amtsdeutsch auch Grund und Boden genannt. Dieser Grund und Boden hat einen Besitzer (Herrn X) und einen Pächter (die Agrargenossenschaft). Der Grund und Boden des Herrn X reicht bis unmittelbar an den Feldweg, und wird bis an diese Grund und Boden-Grenze heran verpachtet. Die Agrargenossenschaft, als Pächter, zahlt demnach auch bis zum Verlauf der Grund und Boden-Grenze – und zwar harte Euronen. Aber! Wie auf den Bildern zu erkennen ist, steht da auf dem Feld, also innerhalb der zu bezahlenden Grund und Boden-Grenze, noch etwas – diese Feldhecke: Ökosystem, Erosionsschutz, Vogelgezwitscher, im Frühjahr herrlich duftende Blüten. Nur! Warum soll der Bauer dafür harte Euronen zahlen? Da, wo die Vögel zwitschern ist nun mal kein Platz für Feldfrüchte, um mit dem aus ihnen resultierenden Ertrag auch die Pacht für diesen Boden bezahlen zu können. Konsequenz: Kettensäge, ein Teil der Hecke muss weg. Die Nachtigall hat ja eh nicht gesehen wer es war, die treibt sich in Afrika rum.
Ökologischer Anbau hin, ökologisches System weg. Der Bauer meint, wenn die EU ihm den Ertragsausfall für den verloren gegangenen Boden bezahlen würde, würde er die Hecke stehen lassen, ist sowieso unangenehm in dem stachligen Gestrüpp mit der Kettensäge rum zu kriechen.
Der Naturfotograf meckert, weil das Ökosystem kaputt gemacht wurde.
Wäre noch interessant zu hören, was der Besitzer der Erde zu diesem Problem meint.
Am Ende hat aber nur einer mit den praktischen Konsequenzen zu leben, klein Nachtigall mit samt ihrem ungenehmigten Bau. Und da haben wir es schon! Denn diese Nachtigall oder ihr Bau erscheinen weder in der Statistik der Einwohnermeldestelle, noch im Grundbuch, noch im Pachtvertrag, womit sich die Frage nach dem administrativen Wohnrecht geklärt haben dürfte. Und sowieso, hat nicht jemand beobachtet wie im Frühjahr eine Gruppe illegaler Einwanderer mit Vogelfedern getarnt, aus einem afrikanischen Drittwelt-Land die Eu-Grenzen unerlaubt überschritten hat. Womit die Frage nach dem Aufenthaltsrecht in Deutschland (bei Naunhof) ja wohl entgültig geklärt sein dürfte.
Nun liest man ja aber in der Zeitung, und allerspätestens in der Bild-Zeitung, wie das so ist bei den Illegalen: sie suchen nach Schlupflöchern. Ein Informant, der hier ungenannt bleiben möchte, hat der Nachtigall einen Tipp gegeben, ein „letztes“ Schlupfloch sozusagen: der Umweg über Malta. Die Maltesen haben aber schon lange die Nase voll von den Eu-Abschiebehäftlingen und begegnen dem Problem auf ihre Weise.

Malta

Malta
Trotzdem konnte man nicht alle Eindringlinge stoppen!
Da es nun trotz Kontrolle an den EU-Außengrenzen und bunten maltesischen Bleikugeln einem harten Kern mit Federn beklebter Wilder gelang durch ein unterirdisches Höhlensystem der Sächsischen Schweiz nach Naunhof zu gelangen, gab sich die Behörde geschlagen und bot den illegalen Einwanderern ein gut bewachtes Auffanglager an.

Nistkästen/ Fledermauskästen vom Naturschutzinstitut Leipzig
Ausgleichsmaßnahme, dank NABU.
Yours sincerely
With due respect
Und i.V. des Herrn Sarka Smus

November 28, 2008 um 08:55
Der Besitzer verlangt nur das ihm rechtmäßig zustehende Geld. Aber geben Sie dem Vogel doch mal meine E-Mail-Adresse, man kann doch über alles reden. Oder schicken Sie ihn gleich bei mir vorbei. Können Nachtigallen nicht fliegen? Ich meine, ohne Kerosin und so. Haha, das nenne ich ökologische Fortbewegung. Was man doch nicht alles für die Natur tut.
Viele Grüße aus New York
Der Besitzer
Dezember 6, 2008 um 21:57
Und ebenfalls viele Grüße aus Malta,
Mensch, hier hat man mich in ornithologischer Hinsicht scheinbar verstanden – schön alles wegpusten, was Federn hat und wenn nichts mehr da ist, muß man auch nichts schützen. Eine einfache Formel, die viel Zeit und Steuergelder spart.
Im Übrigen war der Text wirklich nicht schlecht und ich freue mich, daß er dem Besitzer des Feldes offenbar auch gefallen hat.
So werde ich wohl demnächst auch zum Bauerntum konvertieren und mir ein Feld kaufen, an dessen Rändern sich Hecken oder Buschwerk in ihrer Häßlichkeit versuchen ihren Platz in meinem Leben zu erkämpfen. Nur um sie und die parasitären und gefährlichen Viehzeuge, die sie beherbergen dann postwendend an ihren Schöpfer zurück zu schicken! Von wegen Nützlichkeit, Errosionsschutz und Geplänkel – pa!!!
Es scheint in jedem Fall Geld zu bringen.
„Der Besitzer“ – wir sehen uns in New York!
Sarka Smus