Entlang der Straße von Naunhof nach Ammelshain soll ein Radweg gebaut werden. Zu diesem Zweck wurde ein entsprechender Streifen Wald eingeschlagen.


Zum Ausbau der Landstraße fielen der Säge in den letzten Jahren schon eine entsprechende Zahl Bäume zum Opfer.
Damit wird ein weiteres Stück Natur in Naunhofs Umgebung dauerhaft zerstört und weiterer Boden versiegelt. Es handelt sich um ein Landschaftsschutzgebiet.

Von der Autobahnbrücke Ammelshain her gesehen.




Warum werden Straßen so ausgebaut, dass sie zum Rasen geradezu provozieren? Jeder Straßenplaner und -bauer ist sich heutzutage über dieses Verhalten der Autofahrer bewusst – und dessen Folgen. Erfahrung dazu gibt es genug. Jahre später fällt es jenen dann auf, dass es auch noch andere Verkehrsteilnehmer gibt, welche sich durch das beschriebene Verhalten von Autofahrern in Folge stark gefährdet sehen. – Jene (Kinder, Rentner) werden dann vorgehalten, um den Bau einer weiteren Verkehrsfläche zu rechtfertigen.
Als Ausgleichsmaßnahme wurde die Stadt Naunhof verpflichtet, 5000 Quadratmeter Fläche zu bepflanzen.
Sich mit den Folgen von Fehlern und Unvermögen zu beschäftigen, anstelle mit den Ursachen, ist ein typisches Verhalten in unserer zivilisierten Welt.
Ich möchte dazu noch ergänzen, dass ich selbst ambitionierter Radfahrer bin und ein paar tausend Kilometer im Jahr auf meinem Velo verbringe. Auch aus dieser Sicht kann ich den Radweg nicht rechtfertigen. Die vorhandene Straße ist vollkommen ausreichend. Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge wäre jedoch sinnvoll.
Nachtrag vom 23.03.08:
Im Bauamt behauptete man vor mir, dass der Radweg zwischen den Strommasten und der Straße gebaut werden würde. Der Streifen zum Wald hin könne demnach wieder nachwachsen. Fakt ist, wie man mittlerweile sehen kann, dass der Radweg zwischen Waldrand und Stromleitung gebaut wird.


Juni 15, 2009 um 20:47
Hallo Jörg,
hätte gar nicht vermutet, daß es in Naunhof außer meiner Freundin und mir offenbar doch ein paar Leute gibt, denen die Veränderungen in der Natur der letzten Jahre unangenehm aufgestoßen sind! Es scheint bei den Leuten einfach kein Thema zu sein: Autobahnbrückenbau mit großflächiger Abholzung, weiterer Kahlschlag im Naunhofer Forst (nach der Autobahnbrücke von A’hain aus gesehen) und vor allen Dingen die breite Schneise für den Radweg Naunhof – Ammelshain. Und ständig dieser Autobahnlärm! Und…
Naunhof – Eine Perle bei Leipzig!
Kann man Dir Hilfe anbieten?
Mach jedenfalls weiter so!
Viele Grüße
Juni 15, 2009 um 21:33
Den Weg entlang der Trinkwasserbrunnen als Radweg zu nutzen, wurde vom Betreiber angeblich nicht bewilligt – so jedenfalls ein Bericht in den Naunhofer Nachrichten… Davon abgesehen hätte der Radweg durchaus auch zwischen Strommasten und Straße verlaufen können, was er nach dem Dreiflügelweg auch tut. Damit wäre auch dem Wunsch der Eltern entsprochen. Weshalb aber bis dahin eine so breite Schneise geschlagen werden mußte, bleibt wohl das Geheimnis des Rathauses.. Als die Bäume um den Ammelshainer Dorfteich von einem Privatmann gefällt wurden, gab es einen Aufschrei im Dorf. Selbigen habe ich beim Radweg vermißt. Wollte mir mal die Sicht des Bürgermeisters zu diesen und anderen Dingen anhören, aber leider bin ich beruflich bedingt nur am Wochenende zuhause.